FC 06 Rurdorf bedankt sich bei Ehrenmitgliedern und Spielern der Nachkriegszeit

Mit großer Trauer hat der FC 06 Rurdorf die Nachricht vom Tod zweier FC 06 Urgesteine aufgenommen.

Mit Arnobert Dahmen und Heinrich Lenzen verstarben im März 2021 die letzten beiden lebenden Mitglieder einer legendären Truppe aus den 40er und 50 er Jahren des FC 06 im Alter von 91 und 94 Jahren.
Nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs wegen Unterbrechung zur Zeit des 2. Weltkriegs gehörten die beiden Verstorbenen zu den Aktiven des FC 06.
Der Spielbetrieb wurde 1948 mit einem Freundschaftstreffen gegen Linnich vor über 800 (!!!)Zuschauern wieder aufgenommen. Leider verloren wir 2:3, dennoch , der Verein lebte wieder und Dahmen und Lenzen trugen ihren Teil dazu bei. Gespielt wurde mit wechselndem Erfolg in der 1. und 2. Kreisklasse.
Das Foto zeigt die Mannschaft in rot-schwarzer Tracht und die beiden, nun Verstorbenen, unten links und in der Mitte. Beide waren sehr lange für den FC 06 aktiv.

In der Folge bedankte sich der Westdeutsche Fußballverband, der Fußballverband Mittelrhein sowie der FC 06 Rurdorf bei beiden Akteuren mit verschiedenen Auszeichnungen und darüber hinaus ernannte der FC 06 die beiden aus Dankbarkeit für Aktivität und Unterstützung im Jahr 2006 zu Ehrenmitgliedern.

Nach seiner aktiven Zeit als Spieler engagierte sich Arnobert Dahmen im Spielausschuss und Ehefrau Agnes zeichnete sich für die Trikotpflege verantwortlich. Beide blieben dem Verein immer verbunden und waren solange die Gesundheit es zuließ, Gäste bei allen Veranstaltungen des FC 06.

Heinrich „Hein“ Lenzen, von vielen Mitspielern und Aktiven der Nachfolgegenerationen immer liebevoll und würdigend „Käpt´n“ genannt, unterstützte die Vereinsarbeit des FC 06 bis ins hohe Alter und nahm gerne an allen Veranstaltungen teil und besuchte die Spiele des FC, solange es die Gesundheit zuließ. Seine fußballerische „Genialität“ war ebenso kreisweit bekannt wie seine extrovertierte, gewinnende Art.
Immer packte Lenzen beim FC 06 mit an. Zur Hochform lief er noch einmal auf beim Bau des Vereinsheims 1994, als die Ehrenamtlichen in nur 4 Monaten Bauzeit das heutige Vereinsheim erstellten. Er motivierte durch sein Engagement auch viele jüngere Vereinsmitglieder. Ob Schweißen der eisernen Flutlichtmasten, Ersatzspieler- und Trainerkabinen am Spielfeldrand oder der Tribüne, Hein Lenzen wusste auch hier durch Qualität zu überzeugen.
Eine ganz besondere Zeit waren auch für Heinrich Lenzen die Sommercup- Wettbewerbe, traf er dort doch dann viele ehemalige Weggenossen aus den umliegenden Dörfern und Städten. Beim Aufbau war er ebenso behilflich wie beim Abbau, bei der täglichen morgendlichen Reinigung der Platzanlage, abends bei den Spielen als Eintrittskassierer und später als gern gesehener Partner bei Fachsimpeleien mit bekannten und weniger bekannten Fußballgrößen, die Hein alle kannten und die auch der „Käpt´n“ kannte. Nicht selten erfreuten sich die Gäste des Sommercups oder des Vereinsheims zu vorgerückter Stunde an den Gesängen der alten Fußballlieder, vorgetragen durch den auch in dieser Beziehung weit über Rurdorfs Grenzen hinaus bekannten Tenor Heinrich Lenzen. Nee, watt wor datt schön Hein.
Sehr zur Freude von Hein Lenzen übernahm Enkel Mario Lenzen 2015 die Vorstandschaft beim FC 06, unterstützt von Bruder Kevin, der auch heute noch zu den Leistungsträgern der Seniorenmannschaft zählt.


Arnobert, Hein, wir danken euch und sprechen euren Angehörigen unser herzliches Beileid aus. Wer euch kannte, der weiß den Abschiedsschmerz zu verstehen, aber auch das gelebte Miteinander zu schätzen und euch dabei nie zu vergessen.

Ruhet in Frieden

Verfasser Franz-Peter Breuer

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